Bloggen mit TYPO3 und WordPress

Aufgrund eigener Interessen habe ich mich mit dem Thema Bloggen in Verbindung mit TYPO3 beschäftigt. Es gibt mehrere Extensions, die dem T3-System um eine Blog-Funktion ergänzen. Ich wollte folgende Funktionen zur Verfügung haben:

  • Komfortables Einpflegen von Texten und Medien
  • Automatische Formatierung von Quelltexten
  • Starker Spam-Schutz
  • Leichte Bedienung und übersichtliches Backend
  • SEO (Suchmaschinenoptimierte Links, automatische Meta-Tag-Generierung)
  • Trackback- und Pingback-Funktionen
  • Tagging und Kategorisierung von Artikeln
  • Umfangreiche Ausgabemöglichkeiten (Tag-Cloud, Archiv-Ansicht, Kategorie-Ansicht, …)

Da TYPO3-Extensions (timtab, t3blog,…) diese Qualität noch nicht bieten können und aufgrund der raschen Weiterentwicklung des auf Bloggen spezialisierten CM-System WordPress auch in Zukunft die Rückschritte nicht aufholen werden können, blieb als einzige Möglichkeit, WordPress in den Webauftritt zu integrieren.

Installation

Die Installation gestaltet sich recht einfach. Im folgenden Verlauf wird WordPress in einem Unterverzeichnis auf TYPO3-Ebene installiert. Alternativ kann man natürlich dieses unter einer Subdomain installieren. Eine zusätzliche Subdomain führt jedoch eher zu einer subjektiven Trennung der Systeme herbei. Sie müssen abwägen, ob dieses für Ihren Webauftritt sinnvoll ist. Ein Verzeichnis auf TYPO3-Ebene anlegen und dieses sinnvoll benennen, dieses Verzeichnis in die .htaccess-Datei, die die mod_rewrite-Einstellungen steuert, an der Stelle der Ausnahmen eintragen, sodass WordPress die eigenen mod_rewrite-Einstellungen benutzen kann.

Dann einfach WordPress in dieses entpacken und dem bedienungsfreundlichen Installationsprogramm folgen. Nachdem man WordPress erfolgreich installiert hat, muss dieses noch mit dem ein oder anderen nützlichen Plugin ausgestattet werden.

Konfiguration und Designanpassung

Hier zeigt sich der erste Nachteil. Das Design des WordPress-Systems muss natürlich dem des TYPO3-Systems angeglichen werden. Ich empfehle das WP-Design auf Basis des k2-Themes aufzubauen. Die Designangleichung ist relativ schnell geschehen, wenn Ihr T3-Design auf einem modernen Layout basiert.

Ein weiterer Nachteil ist die getrennte Suche. Beide Systeme können nicht jeweils das andere System indexieren. Da die Suche jedoch selten benutzt wird, ist dies zu verkraften. Alternativ gäbe es noch die Möglichkeit, die Suche mit Apache solr zu realisieren. Diese wäre systemübergreifend.

Spam-Vermeidung und Sicherheit

Ganz klar eine Stärke des WordPress Systems, da die Entwickler gezwungenermaßen über eine sehr gute Erfahrung verfügen. Denn landet die Adresse des eigenen Blogs ein Mal auf die Liste der Spam-Bot-Netze, so dient der eigene Blog als Spam-Schleuder. Und Zeit jeden Kommentar immer zeitnah redaktionell zu prüfen hat man schließlich auch nicht.

Fazit

Auch wenn diese Systeme voneinander getrennt operieren, so dürfte bei guter Umsetzung dem Betrachter kein Unterschied auffallen. Auch ist es Suchmaschinen egal, welches System sie gerade indexieren. Zudem kann jedes System separat eine Sitemap bei Google Webmaster-Tools einreichen. Die Stärken des WordPress-Systems überwiegen die wenigen Nachteile.

Sven Wappler

Webentwickler, TYPO3ler, Hobby-Fotograf

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